Live Chirurgie 3


Bipolare TUR-Prostata (Storz)

Patient: RR *29.04.39 (69 Jahre)
Operateur: Rassweiler, Jens (Heilbronn)

Urologische Hauptdiagnose:
Benigne Prostatahyperplasie

Krankengeschichte:
Anamnese: Unter Alphablockade zunehmende Miktionsbeschwerden (gesteigerter Drang, Harnstrahlabschwächung, verzögerte Miktionseinleitung, Nykturie bis 4x/Nacht).
TRUS: 47 cm3 Prostata mit einzelnen Verkalkungen ohne suspekte Herdbefunde. Samenblasen beidseits gestaut. PSA: 2,4 ng/ml.

Postoperativer Verlauf:
Entfernung des BDK nach drei Tagen, Entlassung bei gutem Miktionsvermögen am vierten postoperativen Tag. Die Nach-TUR-Prostata ist in 4 Wochen geplant.

Histologie:
Gewebespäne von einer Prostata, 7 davon enthalten kleine Nester eines Adenokarzinoms der Prostata mit niedrigem Malignitätsgrad. Gleason score: 3+3 (6). Die regionale Urethra ist unverdächtig.




TUR-Prostata in Kochsalz (TURIS) (Olympus)

Patient: SH *17.07.29 (78 Jahre)
Operateur: De la Rosette, Jean (Amsterdam)

Urologische Hauptdiagnose:
Blasentumor mit geringem malignem Potential
Inzidentelles Prostatakarzinom Gleason 2+3=5

Krankengeschichte:
TUR-Blase 03/2008 bei sonographisch und zystoskopisch gesichertem Blasentumor: Entfernung einer bohnengroßen papillären Struktur im Bereich des Blasenbodens. Histologie: Urothelialer Tumor mit geringem malignem Potential.
TUR-Prostata 03/2008 bei LUTS und im TRUS 53 cm3 messender Prostata (PSA 4,15 ng/ml). Histologie: 27 g TUR-Chips von der Prostata. Inzidentelles Prostata-Karzinom Gleason 2+3=5 in einem TUR-Chip (ca. 1 mm³).
PSA aktuell 3,4 ng/ml.

Postoperativer Verlauf:
Entfernung des BDK am zweiten postoperativen Tag bei klar abfließendem Urin. Entlassung am dritten Tag mit gutem Miktionsvermögen, jedoch noch leichter Drangsymptomatik.

Histologie:
7 g Prostataspäne mit reichlich frischen Wundflächen nach vorausgegangener operativer Intervention: weitere Formationen eines Prostatakarzinoms finden sich nicht. Die regionale Urethra mit unverdächtigem Urothel und Abschnitten einer Urethritis cystica et glandularis.




Plasmakinetische Resektion (Gyrus)

Patient: ZA *07.05.37 (70 Jahre)
Operateur: Muschter, Rolf (Rotenburg)

Urologische Hauptdiagnose:
Benigne Prostatahyperplasie
Z.n. offener Harnröhrenplastik am 04.03.08 bei langstreckiger Harnröhrenstriktur
Z.n. mehrfacher LUI

Krankengeschichte:
Perineale Harnröhrenplastik mit Präputium-Island-Flap am 04.03.08 bei langstreckiger rezidivierender Harnröhrenstriktur. Z.n. Entfernung des transurethralen Blasenkatheters am 10. postoperativen Tag.
TRUS: 42 cm3 Prostata, homogen und gut abgrenzbar mit multiplen Verkalkungen.
PSA: 2,1 ng/ml.

Postoperativer Verlauf:
Wegen blutigem Urin über mehrere Tage konnte der Blasenspülkatheter erst am fünften postoperativen Tag entfernt werden. Restharnkontrollen über suprapubischen Harnblasenkatheter: Annähernd restharnfreie Miktion möglich. Entlassung am sechsten Tag. Bezüglich des histologischen Befundes: Empfehlung engmaschiger zystoskopischer Verlaufskontrollen.

Histologie:
19 Gewebespäne von einer adenomyofibromatös hyperplastischen Prostata. Das Prostatagewebe ist unverdächtig. Drei Späne, mit denen Anteile der Urethraschleimhaut erfasst sind. zeigen Formationen eines flach invasiven, mäßiggradig differenzierten Urothelkarzinoms.




Transurethrale Laserenukleation (Holmium-YAG-Laser)

Patient: GE *24.03.40 (68 Jahre)
Operateur: Rassweiler, Jens (Heilbronn)

Urologische Hauptdiagnose:
Benigne Prostatahyperplasie
Z.n. rezidivierender Epididymitis links

Krankengeschichte:
Anamnese: Seit mehr als einem halben Jahr zunehmende Miktionsprobleme (Harnstrahlabschwächung, verzögerte Miktionseinleitung, Nykturie 3x/Nacht).
TRUS: 43 cm3 Prostata, inhomogen mit multiplen leichten Verkalkungen. Samenblasen beidseits gestaut, Samenblasenwinkel frei.
PSA: 1,3 ng/ml.

Postoperativer Verlauf:
Am fünften Tag konnte der transurethrale Katheter entfernt werden. Postoperativer Uro-Flow: Max: 20.7 ml/sek., Miktionsvolumen 257 ml. Bei nahezu restharnfreier Miktion erfolgte die umgehende Entlassung am sechsten postoperativen Tag.

Histologie:
16 g Gewebespäne von einer adenomyofibromatös hyperplastischen Prostata. Die regionale Urethra mit unauffälligem Urothel. Kein Anhalt für Malignität.




Thulium-YAG-Laserenukleation

Patient: MH *25.01.40 (68 Jahre)
Operateur: Gross, Andreas (Hamburg)

Urologische Hauptdiagnose:
Benigne Prostatahyperplasie
Z.n. Prostatitis 2006 mit PSA bis 24,9 ng/ml

Voroperationen:
Z.n. dreimaliger transrektaler Prostata-Stanzbiopsie

Krankengeschichte:
Anamnese: Nykturie (3x/Nacht), Harnstrahlabschwächung und irritativer Miktionssymptomatik (halbstündliche bis stündliche Miktion) unter Tamsulosin-Einnahme.
Dreimalige transrektale Stanzbiopsie der Prostata bei PSA-Erhöhung, jeweils ohne Malignitätsnachweis: 1999, 2002 und 2006. Das PSA lag 1999 bei 6,46 ng/ml. Laufende Finasterid-Medikation, hierunter weiterer PSA-Anstieg auf jetzt 12,6 ng/ml.
TRUS: 93 cm3 Prostata mit multiplen Verkalkungen, homogenem Parenchym ohne suspekte Gerdbefunde. Samenblasen beidseits gestaut.
PSA: 12,6 ng/ml. Freies PSA 3,16 ng/ml. PSA-Quotient 0,25.

Postoperativer Verlauf:
Entfernung des transurethralen Katheters am dritten Tag. Restharnmessung über einliegenden suprapubischen Katheter. Bei nahezu restharnfreier Miktion Entfernung des suprapubischen Katheters am vierten Tag, anschließend Entlassung.

Histologie:
82 g hochgradig fragmentiertes Gewebe von einer adenomyofibromatös hyperplastischen Prostata. Die regionale Urethra mit unauffälligem Urothel. Kein Anhalt für Malignität.




Dioden-Laserablation

Patient: SP *24.09.44 (63 Jahre)
Operateur: Neisius, Dietmar (Trier)

Urologische Hauptdiagnose:
Benigne Prostatahyperplasie
Harnblasendivertikel

Präoperative Untersuchungen, Bildgebung, Eingriffe, Histologien:
Anamnese: Seit über einem Jahr zunehmende Verschlechterung der Miktion (Harnstrahlabschwächung, verzögerte Miktionseinleitung, Restharngefühl, Nykturie). Unter medikamentöser Therapie (Tamsulosin 0,4 mg) kaum Besserung. Z.n. Harnverhalt mit vorübergehender Kathetereinlage Anfang April 2008.
TRUS: 22 cm³ Prostata, leicht inhomogen mit multiplen kleinen Verkalkungen.
Sonographie: Enorme Restharnbildung (400 ml). Großes Blasendivertikel rechts. Blasenwand sonographisch unauffällig. Nieren beidseits regelrecht ohne Harnaufstau, ohne Tumor.
PSA: 3,1 ng/ml.

Postoperativer Verlauf:
Am zweiten postoperativen Tag Entfernung des transurethralen Katheters. Nachfolgend Verifizierung eines zufrieden stellenden Miktionsvermögens mit rückläufiger Restharnbildung, Blase mit ca. 260 ml Füllung, im Divertikel 130 ml. Umgehende Entlassung am dritten postoperativen Tag. Beginn einer medikamentösen Blasentonisierung mit Ubretid (Distigmin).




KTP-Laservaporisation der Prostata (=Greenlight-Laser)

Patient: CG *08.05.30 (77 Jahre)
Operateur: Schiefelbein, Frank (Würzburg)

Urologische Hauptdiagnose:
Benigne Prostatahyperplasie

Krankengeschichte:
Anamnese: Seit etwa einem Jahr Miktionsprobleme: Vor allem gesteigerter Drang und Pollakisurie sowie Nykturie (2-4x/Nacht). Unter Therapie mit Tamsulosin 0,4 mg kaum Besserung.
TRUS: 71 cm³ Prostata mit Verkalkungen, gut abgrenzbar.
PSA: 0,9 ng/ml.

Postoperativer Verlauf:
BDK-Entfernung am vierten postoperativen Tag nach Aufklaren des Urins. Entlassung am fünften Tag bei gutem und restharnfreiem Miktionsvermögen.
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